Arbeitsweise der Synology Stations: Unterschied zwischen den Versionen

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==Partitionen und EEPROM==
 
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==Systemstart==
 
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#/etc/rc - Hier sind die wichtigsten Starts von Programmen drin, damit das Linux überhaupt funktioniert. Vergleichbar zu dem Starten von Subsystemen unter Windows.
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#/etc/rc - In nahezu allen UNIX-Systeme werden mit diesem Skript beim Hochfahren (System-)Prozesse gestartet. Auch auf der Syno finden sich hier die Startbefehle für die wichtigsten für die Lebensfähigkeit des Systems erforderlichen Prozesse, z.B. die sogenannten Dämonen. (Für Windows-Kenner: vergleichbar zum Starten von Subsystemen unter Windows). Die aus diesem Skript heraus gestarteten weiteren Skripte finden sich in Pfaden unterhalb von /etc. Prominent sind /etc/rc.local und /etc/rc.optware, die durch IPKG-Bootstrap angelegt werden.
#/usr/syno/etc/rc.d - Alle Dateien, die mit S (wie Start) anfangen werden als Shell-Skript aufgerufen. In den Dateien sind manchmal aber die Programme mit einem #-Zeichen auskommentiert oder per Vergleich gegen eine Konfigurations-Variable nicht gestartet. Das wäre die Geschichte unter Windows mit den Diensten. Hier greift auch die Konfiguration vom DS Manager. Die Nummer gibt die Start-Reihenfolge an.
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#/usr/syno/etc/rc.d - Alle Dateien, die mit S (wie Start) anfangen, werden als Shell-Skript aufgerufen. Die Nummer gibt die Start-Reihenfolge an. In den Dateien sind gelegentlich die eigentlichen Kommandos zum Starten von Prozessen mit einem #-Zeichen auskommentiert oder werden nur nach Vergleich gegen eine Konfigurations-Variable ausgeführt. Hier greift auch die Konfiguration vom DS Manager.  
#/etc/crontab - Hier sind die periodisch immer wieder aufgerufenen Programme drin. Vergleichbar zur der Aufgabenplanung unter Windows.
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#/etc/crontab - Hier sind die periodisch immer wieder aufgerufenen Programme drin. Das wird von dem Standard-Daemon '''cron''' gemacht.
#/usr/local/etc/rc.d - Hier würden (falls das Verzeichnis existiert) die Benutzerprogramme gestartet werden. Vergleichbar zu dem Autostart-Eintrag auf dem Desktop. Ist bei einem Server natürlich immer leer, weil es ja keinen Desktop gibt.  
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#/usr/local/etc/rc.d - Von hier aus werden (falls das Verzeichnis existiert) die Anwendungen gestartet. Kann leer sein, wenn man keine Anwendungen (z.B. ab DSM 4.0 aus dem Paketmanager) installiert hat.  
#/opt/etc/init.d - Hier werden die Programme gestartet, die mit [IPKG] installiert wurden. Solange man dies nicht getan hat, existiert das Verzeichnis nicht. Wäre eine Ergänzung zu (2)
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#/opt/etc/init.d - Hier werden die Programme gestartet, die mit IPKG installiert wurden. Solange man dies nicht getan hat, existiert das Verzeichnis nicht. Wäre eine Ergänzung zu (2)
  
 
Dann gibt es noch die Linux-Kernel-Prozesse, die beim Laden des Kernel automatisch gestartet werden. Wenn man mit '''ps''' sich eine Prozess-Liste anschaut, sind das die am Anfang in [ ]-Klammern.
 
Dann gibt es noch die Linux-Kernel-Prozesse, die beim Laden des Kernel automatisch gestartet werden. Wenn man mit '''ps''' sich eine Prozess-Liste anschaut, sind das die am Anfang in [ ]-Klammern.
  
Im Grunde alles so wie bei Windows oder beim Mac auch, heißt nur anders und die Registry fehlt. Im Grunde sind die Betriebssysteme alle sehr ähnlich bis auf das User-Interface.
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Mehr oder minder lässt sich der Start von Systemprozessen bei Windows oder beim Mac hiermit vergleichen, heißt nur anders. UNIX-Systeme kennen aber keine Registry, sondern legen die vergleichbaren Daten in bestimmten Pfaden und Dateien ab. Da die Anforderungen an ein Betriebssystem häufig die gleichen sind, haben die gängigen Betriebssystem unterschiedliche Lösungen, die aber zu einem vergleichbaren Ergebnis führen.
  
 
==Dienste und deren Funktion==
 
==Dienste und deren Funktion==

Aktuelle Version vom 13. Juni 2015, 18:46 Uhr

Partitionen und EEPROM

Systemstart

  1. /etc/rc - In nahezu allen UNIX-Systeme werden mit diesem Skript beim Hochfahren (System-)Prozesse gestartet. Auch auf der Syno finden sich hier die Startbefehle für die wichtigsten für die Lebensfähigkeit des Systems erforderlichen Prozesse, z.B. die sogenannten Dämonen. (Für Windows-Kenner: vergleichbar zum Starten von Subsystemen unter Windows). Die aus diesem Skript heraus gestarteten weiteren Skripte finden sich in Pfaden unterhalb von /etc. Prominent sind /etc/rc.local und /etc/rc.optware, die durch IPKG-Bootstrap angelegt werden.
  2. /usr/syno/etc/rc.d - Alle Dateien, die mit S (wie Start) anfangen, werden als Shell-Skript aufgerufen. Die Nummer gibt die Start-Reihenfolge an. In den Dateien sind gelegentlich die eigentlichen Kommandos zum Starten von Prozessen mit einem #-Zeichen auskommentiert oder werden nur nach Vergleich gegen eine Konfigurations-Variable ausgeführt. Hier greift auch die Konfiguration vom DS Manager.
  3. /etc/crontab - Hier sind die periodisch immer wieder aufgerufenen Programme drin. Das wird von dem Standard-Daemon cron gemacht.
  4. /usr/local/etc/rc.d - Von hier aus werden (falls das Verzeichnis existiert) die Anwendungen gestartet. Kann leer sein, wenn man keine Anwendungen (z.B. ab DSM 4.0 aus dem Paketmanager) installiert hat.
  5. /opt/etc/init.d - Hier werden die Programme gestartet, die mit IPKG installiert wurden. Solange man dies nicht getan hat, existiert das Verzeichnis nicht. Wäre eine Ergänzung zu (2)

Dann gibt es noch die Linux-Kernel-Prozesse, die beim Laden des Kernel automatisch gestartet werden. Wenn man mit ps sich eine Prozess-Liste anschaut, sind das die am Anfang in [ ]-Klammern.

Mehr oder minder lässt sich der Start von Systemprozessen bei Windows oder beim Mac hiermit vergleichen, heißt nur anders. UNIX-Systeme kennen aber keine Registry, sondern legen die vergleichbaren Daten in bestimmten Pfaden und Dateien ab. Da die Anforderungen an ein Betriebssystem häufig die gleichen sind, haben die gängigen Betriebssystem unterschiedliche Lösungen, die aber zu einem vergleichbaren Ergebnis führen.

Dienste und deren Funktion

http://oinkzwurgl.org/diskstation_misc

Sicherheit der Synology Stations

Leistungsaufnahme

Eine NAS soll ständig betriebsbereit sein und gleichzeitig wenig Energie verbrauchen. Die Leistungsaufnahme der Synology Geräte ist vom Modell und vom Betriebszustand anhängig.

  • On: Power=On, Status=On, LAN=On, Disk(s)=On
  • Standby: Power=On, Status=On, LAN=On, Disk(s)=Off
  • Sleep: Power=On, Status=Off, LAN=On, Disk(s)=Off
  • Off: Power=Off, Status=Off, LAN=Off, Disk(s)=Off


Modell On Standby Sleep Off
DS-109j 25W 20W 16W 6W
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