Netzwerkzugriff auf iSCSI-Ressourcen

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Zugriff auf iSCSI via Windows

Der folgende Text stammt aus meinem Guide

iSCSI auf Windows einrichten

Dieses Feature ist erst ab dem DSM-2.2 verfügbar.


Aktivierung auf der DS

Da iSCSI nun auch auf der DS bereitsteht, sollten wir uns auch einmal damit beschäftigen. Die Einrichtung wird dank DSM und dem von Windows erstellten „iSCSI-Initiator“ sehr vereinfacht. Zunächst öffnen Sie den DSM und dann den dortigen Punkt „iSCSI-Target“.


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Hier sehen sie den geöffneten DSM 2.2 mit iSCSI-Fenster. Klicken sie dort auf „Erstellen“. Nun können sie einen Namen, die vorgesehene Kapazität in GB, sowie falls gewünscht die Authentifizierungsmethode eingeben. Auch gegenseitige Authentifizierung ist möglich. Dann muss sich nicht nur der Client beim Server, sondern auch der Server beim Client identifizieren. Seit 0928 ist hier auch das Aktivieren von mehreren gleichzeitigen Verbindungen möglich.

Installation des iSCSI-Clients unter Windows

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Als nächstes widmen wir uns dem Windows-Vista-PC. Auf XP ist iSCSI auch möglich, benötigt aber den Initiator welchen es hier als Download gibt. Ich möchte mich hier aber der Einfachheit halber nur auf Vista beziehen.

Zunächst öffnet man dort den „iSCSI Initiator“, welcher in der Systemsteuerung zu finden ist.


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Der Reiter „Suche“ ist hier unsere erste Anlaufstelle. Über „Portal hinzufügen …“ kann man die DS mit ihrer IP mit Windows bekannt machen. Der Port ist übrigens bereits korrekt eingestellt, insofern man ihn im DSM nicht geändert hat. Auch eine Verbindung über das Internet mittels DynDNS ist theoretisch möglich. Bitte nutzen sie den „Erweitert“-Knopf hier nicht um ihre CHAP-Daten einzugeben.


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Nun geht es im Reiter „Ziele“ weiter. Nach einem Klick auf „Verbinden“ erscheint ein neues Fenster in welchem man auch einstellen kann, ob mehrere Verbindungen erlaubt werden sollen. Die Option darunter ist leider ein Trugschluss. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Bezeichnung eigentlich falsch ist. Es sollte heißen "Verbindung beim Starten erzwingen", denn wenn die DS nicht erreichbar ist wird Windows nicht korrekt gestartet. Bei Laptops welche auch mal außerhalb des Netzwerks sind ist das natürlich denkbar ungünstig. Doch aus Erfahrung kann ich sagen: Windows (sollte) sobald ein iSCSI-Volumen erreichbar wird, dieses automatisch verbinden und dann den typischen "AutoStart" öffnen, ohne dass man jene fragwürdige Option einschalten muss. Über den Knopf „Erweitert“ links unten können sie die benötigten Daten für die CHAP-Authentifizierung eingeben.


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Bekanntmachen des iSCSI-Volumes in der Computerverwaltung

Als nächstes müssen wir Windows noch erzählen, dass es ein neues iSCSI-Volumen gibt. Dies erfolgt am einfachsten über einen Rechtsklick auf „Computer“ und dann „Verwalten“. Es sollte nun die „Computerverwaltung“ in Aktion treten.


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Hier sehen sie nun unter „Datenspeicher -> Datenträgerverwaltung“ alle ihre bisherigen Festplatten und Partitionen. Ganz unten findet sich dann eines mit dem Status „Unbekannt“ und „Nicht initialisiert“. Beides wollen wir nun ändern. Über einen Klick auf den entsprechenden Eintrag öffnen sich die „Datenträgerinitialisierung“ (rechts oben im Bild). Erst entscheiden sie sich für „MBR“ oder „GPT“. Da es nicht notwendig ist, GPT zu verwenden, können sie die Voreinstellung „MBR (Master Boot Record)“ einfach belassen.

Formatieren des Volumes

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Mittlerweile ist unser Datenträger zwar „Online“, jedoch „Nicht zugeordnet“. Also erstellen wir mittels Rechtsklick einfach ein neues Volumen.


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Jetzt möchte Windows ihren neuen Datenträger formatieren. Seien sie unbesorgt, denn dies betrifft nur ihr neues Volumen und nicht bereits genutzten Platz ihrer DS. Auch die standardmäßig verfügbaren Optionen „Schnellformatierung“ und „Komprimierung [..]“ sind vorhanden. Bei letzterem sollten sie allerdings an die zu erwartenden Geschwindigkeitseinbußen denken.

Überprüfung des Volumes

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Ein abschließender Blick in „Computer“ (ehemals „Arbeitsplatz“ in XP) sollte ihre neue virtuelle Festplatte zeigen. Wie die Belegung meiner anderen Datenträger zeigt, war eine Erweiterung dringend notwendig. Ich hatte mich, wie man sehen kann, für „B“ als Laufwerksbuchstaben entschieden. Hier wird auch gleich der wichtigste Unterschied zu einem Netzwerkpfad sichtbar: Die Einstufung als Festplatte erlaubt es Ihnen beispielsweise auch Programme dort zu installieren und alles andere zu machen, was ein Netzwerkpfad ihnen eigentlich nicht erlaubt.

Fazit

Warum hat Synology diese Funktion eingebaut? Besonders im Business-Bereich ist es beliebt, selten genutzten Speicherplatz von echten Servern mittels iSCSI auf ein verhältnismäßig billiges NAS auszulagern und somit mehr Platz für wichtigeres zu lassen. Auch zeigt sich, dass die Geschwindigkeiten höher sind als bei normalen Windows-Freigaben.

Zusätzliche Lektüre findet sich hier (englisch!).